Mangelnde Aufarbeitung v. sexualisierter Gewalt zum Jahreswechsel – Irrsinniges in Köln (kommentiert)

Es gibt Momente, da ist man einfach nur noch fassungslos. Dazu gehört hier bspw. der Umgang mit sexueller Belästigung / bishin zu sexualisierter Gewalt an Frauen in Köln zum Jahreswechsel seitens Politik, Polizei und Justiz. Es wird Stimmung gemacht gegen Flüchtlinge, weil mutmaßliche Täter Männer mit Migrationshintergrund gewesen seien. Täter jedoch wurden nicht festgenommen & die Gewerkschaft der Polizei selbst bezweifelt eine angemessene Aufarbeitung. Was hier aber auch vergessen wird, ist der Umstand, dass grundsätzlich Verantwortliche sich der Grundproblematik noch immer nicht bewusst sind. Aber selbst gesetz dem Fall, die Täter seien Flüchtlinge, sind trotzdem unbequeme Fragen zu stellen.

Es ist Tatsache, dass Frauen in Deutschland grundsätzlich gefährdet sind, Opfer v. Sexualverbrechen zu werden. Noch vor wenigen Wochen gab es (ich berichtete) als Konsequenz in diesem Zusammenhang einen Aktionstag zur Situation v. Frauen in Deutschland. Hier ist die Frage nötig, wie kann man Vorbild sein, wenn doch sexualisierte Gewalt an Frauen in allen Facetten leider Alltag in Deutschland ist? Der Aufschrei bleibt jedoch auffallend häufig aus. Politik, Polizei und Justiz schlafen ungehemmt & dementsprechend ist in der Sache die Strafverfolgung in Deutschland leider bis auf weiteres(!) Science Fiction ala Star Trek & co.

Gesetz dem Fall, die Täter wären Flüchtlinge, und die Forderungen nach deren Abschiebung mögen zunächst einmal dementsprechend vollauf berechtigt sein, bleiben deshalb Fragen offen. Wie kann man denn bitte schön gesetzestreues Verhalten als selbstverständlich einfordern, wenn man demgegenüber gegenteiliges so akzeptiert wie es ist? Sollen sich die Opfer mal nicht so anstellen?

In aller Deutlichkeit, jeder Fall ist ein Fall zuviel. Ob der Täter jetzt Christ, Moslem, Jude ist, u. egal wo er herkommt. Da braucht man nicht alle Jubeljahre irgendeine Sau, wie es politisch gerade passt, als Alibifunktion (man tut ja irgendwas) durchs Dorf zu treiben und dann weiter schlafen. Richtiger wäre demgegenüber, das Übel konkret an der Wurzel zu packen, sprich, dass Politik, Polizei und Justiz vielleicht mal ihren Job machen würden! Täter ohne wenn und aber vor Gericht, das wäre Fortschritt!

Oder ist die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in Deutschland politisch zuviel verlangt?

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