Was nun, Herr Beck?

Da haben Sie, Herr Volker Beck, sich ja mächtig ins Zeug dafür gelegt, eine realitätsferne Strafanzeige in einer dafür viel zu wichtigen Angelegenheit zu stellen (und diese ob gewollt o. ungewollt sei erstmal dahingestellt, ins Lächerliche zu ziehen). Ein Imam wird im Zusammenhang mit Fällen sexualisierter Gewalt zu Silvester am Kölner Dom interviewt. Dieser soll in diesem Aussagen getroffen haben, die so nicht hinnehmbar, ja, im Gegenteil strafrechtlich relevant sein können. Ohne nachzuvollziehen, ob das der Wahrheit entspricht, setzten Sie sich nach Kenntnisnahme sogleich hin, und stellten Online Strafanzeige, woran Sie später der Welt über die üblichen Kanäle wie bspw. Facebook teilhaben ließen.

Es dürfte sich in der Form, wie Sie das gemacht haben, um die wahrscheinlich bemerkenswerteste Strafanzeige incl. einem zudem sehr aufschlussreich/peinlichstmöglichem, kindlichen drumherums handeln, die jemals gestellt wurde.

Sie unterstellen die Anstiftung v. Straftaten. Der Beschuldigte hat zwar, was Sie in Ihrer Strafanzeige auch zum Ausdruck bringen, dem russischen kremlnahen Fernsehsender Ren TV ein Interview gegeben. Jedoch wurde das Interview zusammengeschnitten und inhaltlich verfälscht ausgestrahlt. Lügnerische Berichterstattung ist kein Einzelfall übrigens bei eben diesem russischen „Privatfernsehsender“ Ren TV. Eine einfache Websuche Ihrerseits hätte hier dafür ausgereicht, eine solche Posse, wie Sie sie auf den Weg brachten, überhaupt nicht erst aufkommen zu lassen.

Ihr Hinweis darauf, dass der Beschuldigte v. Verfassungsschutz unter Beobachtung steht, hat hier ganz besondere Brisanz, denn ein Polizeibeamter, der bei dem Gespräch anwesend war, stellte gegenüber dem Kölner Express dar „Ich kenne diese Leute und wir sind im ständigen Dialog. Sie verurteilten die Taten auch bereits in ihrem Freitagsgebet.“. Und Sie bringen es auch in Ihrer Strafanzeige selber auf den Punkt. „Jetzt müsse die Polizei der Sache nachgehen und prüfen, was Sami Abu-Yusuf tatsächlich gesagt hat.“

Mit Verlaub Herr Beck, aber (nicht nur für) mich sind Sie allerspätestens damit ein netzjargon- u. suchmaschinenresistenter, um Aufmerksamkeit trollender Möchtegernverleumder wie aus dem Bilderbuch! nicht selber suchen, u. sich eine Meinung bilden, nein, die Möglichkeit der Onlinestrafanzeige dafür missbrauchen, dass sich hier Polizei und Justiz eine Meinung bilden sollen, anstatt sich um wichtigere Dinge, als Ihr fragwürdigstes herumgetrolle um Aufmerksamkeit kümmern zu können. Sie sollten sich was schämen!

Artikelbild v. JNLLizenzbedingungen



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